Pressemitteilung: Jusos kritisieren Bodo Middeldorfs Wechsel aus der Politik in die Wirtschaft

Veröffentlicht am 24.04.2021 in Allgemein

Mit Unverständnis reagieren die Jusos im Ennepe-Ruhr-Kreis auf den Jobwechsel von FDP-Landtagsabgeordneten Bodo Middeldorf zur Zukunftsagentur Rheinisches-Revier. Der Schritt sei zu einem Zeitpunkt gekommen, der der Politik insgesamt schadet und Vertrauen schmälert. 

„Wir stehen Wechseln aus der aktiven Politik in die Wirtschaft generell kritisch gegenüber. Bei Herrn Middeldorf fehlt es uns aber an jedem Feingespür und Verantwortung.“, erklärt Juso-Vorsitzender Leon Reinecke. Das Land stecke in einer schweren Vertrauenskrise. Nach Spendenaffären in der CDU rund um viele Bundestagsabgeordnete und Gesundheitsminister Spahn, einem Gezanke um die Kanzlerkandidatur zwischen Laschet und Söder, zeige der Schritt von Bodo Middeldorf, dass Politik auch gerne an sich selbst denkt und Politiker sich zu oft an erster Stelle sehen. „Die FDP ist 2017 mit dem Slogan „Es geht um unser Land“ angetreten. Jetzt wirkt es eher wie „Es geht um den eigenen Geldbeutel“.“, so Reinecke.

 

Einen Vergleich zum Wechsel aus der aktiven Politik in die Privatwirtschaft vom ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Ralf Brauksiepe wollen die Jusos nicht ziehen. „Der CDUler Brauksiepe ist aus dem Mandat zu einem Unternehmen gewechselt, das massiv in der Kritik steht, das allein auf Profitmaximierung aus ist und dafür immer wieder Mieterinnen und Mieter schlecht behandelt hat. Der Schritt aus dem Bundestag ins Wohnungsunternehmen Vivawest war absolut verwerflich und unmoralisch.“, erklärt Martha Sonström, stellv. Juso-Vorsitzende. Zwar stünde die Zukunftsagentur Rheinisches Revier auch immer wieder, vor allem von Umweltverbänden, in der Kritik und auch der Verdacht, dass die FDP-Landtagsfraktion nun einen Verbündeten in einem Unternehmen sitzen hat, das eng mit dem Land zusammenarbeitet, habe einen unangenehmen Beigeschmack, dennoch ginge es hier nicht um ein rein profitorientiertes Unternehmen wie bei Brauksiepe.

 

„Für uns ist dieses Verhalten von Abgeordneten unverständlich. Tausende Menschen legen ihr Vertrauen in diese Personen und ihnen ist es egal, sobald sie persönlich besser dastehen können. Scheinbar haben nur die SPD-Abgeordneten aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis ein echtes Interesse daran die Menschen in Düsseldorf und Berlin zu vertreten. Bei CDU und FDP sind es eher Abgeordnete auf dem Sprungbrett zur nächsten Karrierestufe.“, schließt Reinecke.

 
 

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