Kommentar: Die Erinnerung darf nicht enden

Veröffentlicht am 25.01.2021 in Allgemein

Am 27.1, also heute, gedenken wir den Opfern des Nationalsozialismus. Heute vor genau 76 Jahren wurde durch die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und der Konzentrationslagerkomplex Auschwitz befreit. Seit 1996 ist dieser Tag ein offizieller Gedenktag in der Bundesrepublik. Roman Herzog, der damalige Bundespräsident, begründete knapp und treffend die Wichtigkeit des Gedenktages folgendermaßen:

Von Marcel Gerunde

 

„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ 


Durch den Unrechtsstaat der Nationalsozialisten verloren Millionen Menschen ihr Leben. Sechs Millionen europäische Juden wurden systematisch und industriell im Holocaust getötet, mit dem Ziel der vollständigen Auslöschung aller Juden. Mehrere Millionen weitere Menschen wurden Opfer des NS Regimes. Genau wie die ermordeten Juden wurden sie als Untermenschen und Volksfeinde diskriminiert und aus der Gesellschaft ausgestoßen und ermordet. Sinti und Roma, die Opfer der Krankenmorde, Homosexuelle, Sowjetische Kriegsgefangene, politische Feinde, Zwangsarbeiter und Deportierte. 


Zusammen mit den europäischen Juden wurden Sie alle ermordet für ihr Verbrechen nicht so zu sein wie es das NS-Regime  in ihrer Wahnvorstellung eines germanischen und arischen Volkes von der Bevölkerung verlangte.
Die Gesamtzahl der Opfer der Nationalsozialisten durch Massenverbrechen schwankt je nach Zählweise zwischen 13,1 und 13,3 Millionen. 


Um dies in einen Kontext zu setzen:
Würden wir als Menschheit eine Schweigeminute nur für die jüdischen Opfer des NS Regimes abhalten, würden wir für fast zwölf Jahre schweigen. Würden wir als Menschheit für alle 13,3 Millionen Opfer eine Schweigeminute abhalten, würde für den Zeitraum von knapp über 25 Jahren kein einziges Wort gesprochen. Hätten wir am 27.1.1996 damit angefangen wäre das erste Wort nach diesen stillen Jahrzehnten in den Jahren 2008 oder erst im diesen Jahr, also 2021, gesprochen worden.

 


Wir dürfen NIEMALS dieses Unrecht welches von Deutschland ausging vergessen und uns gegen jeden stellen der versucht dieses Verbrechen an der Menschheit klein zu reden oder gar versucht es zu leugnen. Als Jungsozialist*innen und Sozialdemokrat*innen müssen wir dafür sorgen, dass die Worte von Roman Herzog nicht eines Tages nur eine langsam verblassende Erinnerung sind, sondern eine ewige Mahnung die uns bis zum Ende begleitet.


Das sind wir den 13,3 Millionen Opfern schuldig.

 
 

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