Gamescom-Besuch der Jusos 2018

Veröffentlicht am 01.09.2018 in Landespolitik

Am 22.08.2018 waren wir EN-Jusos Teil einer Exkursion auf der diesjährigen Gamescom. Die weltweit größte Computerspielemesse fand dieses Jahr vom 21. August bis zum 25. August einmal mehr in den Hallen der Koelnmesse statt und hat insgesamt circa 370.000 Mensch auf das Messegelände gelockt.

 

Von Robin Lee Helmstädter

Seit einigen Jahren versucht die Gamescom nicht nur Spieleliebhaber einen Preview auf die neusten Titel zu bieten, sondern möchte auch ein jährliches Zusammenkommen der Sachverständigen mit der zuständigen Politik ermöglichen.
Um 7 Uhr ging es für die EN-Jusos von zuhause aus los. Gemeinsamer Treffpunkt war 9:30 Uhr an der Haltestelle Messe/Deutz in Köln. Zusammen mit etwa zwei Dutzend NRW-Jusos ging es dann zum ersten Programmpunkt: Im Gamescom congress wurden wir im Rahmen einer Eröffnungsveranstaltung durch Vertreter der Veranstalter und der Regionalpolitik willkommen geheißen. Das erste Highlight folgte sodann. Im Debatt(l)e Royal diskutierten die Generalsekretäre sowie Generalsekretärinnen der politischen Parteien über eine Stunde über Themen wie die angekündigte Förderung für Spiele-Entwickler, der gesellschaftlichen Stellung von eSport und digitaler Bildung. Wir sind der Meinung: Lars hat sich gut geschlagen! Er hat die auf den Weg gebrachten Neuerungen erklärt und unser weiterhin bestehendes Engagement verdeutlicht. Klar ist, dass nicht nur seine Personalie, sondern die gesamte SPD, einschließlich uns Jusos, für den digitalen Zeitgeist steht. 
Im Anschluss hatten wir nicht nur Gelegenheit mit Lars Klingbeil und Tiemo Wölken ein Foto zu machen, sondern konnten auch darüber hinaus das ein oder andere Wort mit ihnen wechseln.
Danach hatten wir zweieinhalb Stunden Zeit die Messe zu besichtigen. Der alljährliche Hallenmarathon konnte also los gehen!
Darauf folgte der Besuch der Buisness-area. Sebastian Broch von game (der Verband der deutschen Games-Branche) hat uns herumgeführt und uns einige überraschende Fakten zur Gamescom und dem damit verbundenen Spielemarkt genannt. Das Durchschnittsalter der Messebesucher liegt bei etwa 36 Jahren. Zudem kann der deutsche Markt einen Umsatz von rund 3,3 Milliarden Euro verbuchen, was diesen zum fünftgrößten weltweit macht. 
In eben dieser Area hatten wir dann mit Martin Lorber, dem PR Director und Jugendschutzbeauftragten von EA, und einem in der Kölner Niederlassung beschäftigten Kollegen Zeit für ein Q&A, sodass wir die Funktionäre der Branche nicht nur auf umstrittene Themen wie das Darstellen von Hakenkreuzflaggen in Videospielen, sondern auch nach ihren persönlichen Meinungen in Bezug auf die Bewerkstelligung der nachzuholenden und längst überfälligen Förderung der Entwickler fragen konnten.
Anknüpfend folgte ein Fragerunde mit einem Mitarbeiter des Unternehmens Ubisoft Blue Byte. Er konnte uns die fachliche Arbeit an einem Spiel erklären und auch einige Fragen zur voraussichtlichen Entwicklung der Branche beantworten. Es sei damit zu rechnen, dass künftig einzelne Spiele viel länger aktuell gehalten werden sollen, um es so jedem möglich zu machen, mehr Zeit mit seinem Lieblingsspiel zu verbringen, anstatt direkt zu einem anderen Produkt übergehen zu müssen. Dabei wurde auf games.nrw aufmerksam gemacht, welche die digitale Computerspielewirtschaft NRWs widerspiegelt. Alle Unternehmen dieser Branche in NRW bündelnd, versucht der Verein mit den lokalen und regionalen Institutionen und Netzwerken, den Branchenverbänden sowie mit der Politik in ständigem Dialog zu sein. Abschluss war dann ein gemeinsames Erinnerungsfoto. 
Luc und ich wollten nach dem Ende der offiziellen Veranstaltung noch gemeinsam das neue Fifa 19 an dem EA-Stand testen. Eine rote und einige weitere Fouls später lag Luc am Ende mehr oder weniger verdient mit 4 zu 0 in Führung und konnte so siegreich aus dem Match hervorgehen. 
Mein Fazit zur Messe: Nachdem ich bereits 2015 und 2016 privat auf der Gamescom war, durfte ich die Messe diesmal von einer anderen Seite kennenlernen. Wir konnten viele Menschen kennenlernen, die nicht nur an die Chancen der Gamingbranche glauben, sondern diese auch leben und lieben und dementsprechend viel zu berichten hatten. Die verschiedensten Meinungsbilder haben meinen Eindruck gestärkt, dass die Politik in diesem Bereich auf jeden Fall Nachholbedarf hat und es sich lohnt, mehr in diese Branche zu investieren. Es passiert zwar schon einiges, aber der deutsche Gaming-Standort kann und sollte noch besser unterstützt werden. Alles in allem war dieses Event trotz einer anstrengenden Rückfahrt sehr erfahrungsreich und hat Luc und mir eine gute Perspektive auf eine ständig wachsende Branche, die des Gamings, verschaffen können. 

 

 
 

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