Es bleibt noch viel zu tun! - Grußwort von Frank Müller zum Stonewall Jahrestag

Veröffentlicht am 01.07.2020 in Allgemein
 

Am vergangenen Sonntag war der Jahrestag der Stonewall-Riots. Sie waren der Wendepunkt im Kampf von LGBTIQ* in ihrem Kampf für Gleichbehandlung und Anerkennung. In der ganzen Welt gehen Millionen von Menschen auf die Straße, um die Erinnerung wachzuhalten und weiteres Engagement für Akzeptanz und Gleichstellung anzumahnen. 

 

Von Frank Müller, MdL

Mit ihrer Strahlkraft weit über die queere Familie hinaus sind die Prides ein zentraler Beitrag zur Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen sowie queeren Menschen. Vor allen Dingen aber haben sie einen würdigen Rahmen geschaffen, um auf die Rechte und Forderungen der Community aufmerksam zu machen.

Allein 18 CSDs sollten bei uns in Nordrhein-Westfalen geben. Leider werden sie nicht oder nur sehr eingeschränkt stattfinden. Aber es sind nicht nur die CSDs, die von der aktuellen Corona-Pandemie betroffen sind, sondern auch sämtliche queere Strukturen, deren Verletzlichkeit auf dramatische Weise offengelegt wird. Dieses vielfältige, bunte und solidarische Netzwerk ist kein Selbstzweck, sondern garantiert LSBTIQ Schutz und Unterstützung.

Nordrhein-Westfalen ist bunt. Für uns alle, ist das gelebte gesellschaftliche Realität. Und doch gibt es keinen Grund sich zurückzulehnen. Denn das politische Klima ist rauer geworden. Und es gibt nicht wenige, die diese Realität nicht anerkennen wollen und von einem Rückfall in längt vergangene Zeiten träumen. Rechte, die wir heute als selbstverständlich empfinden, sind nicht gottgegeben. Sie wurden mit großem Einsatz und persönlichen Opfern erkämpft. 

Doch noch immer werden Lesben, Schwule, Bi, Trans, Inter und queere Menschen Opfer von physischer und psychischer Gewalt, werden stigmatisiert, ausgegrenzt und diskriminiert. Gefahren drohen aus vielen Richtungen. Die Strategien zielen dabei nicht nur auf den rechten Rand, sondern in die gesellschaftliche Mitte. Mehr als je zuvor brauchen wir eine wehrhafte Demokratie. Eine Demokratie, die zivilisatorische Errungenschaften verteidigt, bewahrt, weiterentwickelt und sich für Akzeptanz und Gleichstellung einsetzt.

Aber es darf nicht bei folgelosen Solidaritätsbekundungen bleiben. Gerade jetzt gilt es queere Strukturen vor Ort zu erhalten, zu stärken und da, wo nötig auch neue zu schaffen. Denn trotz aller Errungenschaften benötigen LGBTIQ* Orte, an denen sie sich sicher und frei von Gewalt und Diskriminierung bewegen und entfalten können. Das vielfältige zivilgesellschaftliche Engagement entlässt den Staat und damit auch Städte und Gemeinden nicht aus der Pflicht entlassen queere Strukturen und Safe Spaces zu sichern. 

Es bleibt also noch viel zu tun! Ausruhen ist Rückschritt. Denn es reicht uns nicht, dass unser Land bunt ist. Wir wollen, dass es auch bunt bleibt und sich gegen die Feinde einer offenen und freien Gesellschaft zur Wehr setzt!

 

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