Verbandswochenende der Jusos in Aachen #SPDerneuern

Veröffentlicht am 06.05.2018 in Bundespolitik

„SPD erneuern“, kräht es im Moment an jeder Ecke. Doch nicht nur rufen sondern auch machen ist die Devise. Deswegen gab es vom 27-29.04 seitens der Bundes-Jusos ein Verbandswochenende zu genau dem Thema.

Man traf sich also in Aachen. Eigentlich sollte das Verbandswochenende zum Thema Europa statt finden, weswegen man sich für die Grenzregionen Deutschlands entschied und Aachen im Dreiländereck Belgien- Niederlande-Deutschland liegt. Leider kam genau dann die GroKo dazwischen und man hat den Ort beibehalten und das Thema geändert. Für mich nicht schlimm, sogar um so besser. Da meine Familie in der Nachbarstadt wohnt, konnte ich sogar zuhause schlafen, was das ganze (trotz 30 min Autofahrt jeweils) recht angenehm machte.

 

Freitags ging es erstmal in eine Diskussion mit Kevin Kühnert, dem Bundesvorsitzenden der Jusos. Wir durften alle Fragen stellen, die wir uns notiert hatten. Es ging dabei um die Wahl des Parteivorstandes, die thematische Ausrichtung der Partei im Bereich #SPDerneuern, Sichten des PVs, generelle persönliche Fragen und vieles Mehr. Kevin konnte uns dazu immer eine detaillierte Antwort im subjektiven und objektiven Sinne geben. Danach haben wir uns dann alle zu einem kühlen Getränk zusammengefunden und man quatschte. Dort sah man nochmal Leute, die man länger nicht gesehen hat, und lernte andere kennen und diskutierte über Fraktion, UB-Arbeit und ähnliches. Für mich ging’s nach einem Malzbier und viel Diskussion dann recht früh heim.

 

Der Samstag war geprägt von Workshops. In 6 verschiedenen Gruppen traf man sich, um zu überlegen, debattieren und Ideen aufzuschreiben. Fünf dieser Workshops waren programmatisch und behandelten die Themen Umwelt, Europa, Gute Arbeit, Soziales und Gesellschaft. Ich hingegen entschied mich für den Strukturellen Workshop #SPDerneuern. Mir ist in letzter Zeit mehr das Strukturelle als das Inhaltliche auf den Kern gegangen, besonders auf der Kommunalen Ebene. Daher war es wichtig für mich, sich hier auszutauschen und gemeinsame Visionen zu erarbeiten. Den Workshop leitete Daniel Choinovski, der Bundesgeschäftsführer der Jusos. Kevin nahm auch dran teil, ehe er zu einem Termin bei den Jusos Hessen-Süd musste. Das Ganze war wie ein Planspiel aufgebaut. Wir Teilnehmer*Innen waren der im Dezember 2017 neugewählte Parteivorstand, ohne Parteivorsitz übrigens, und mussten jetzt überlegen, was für Prozesse in der Partei falsch laufen und wo Chancen und Möglichkeiten sind. Angefangen mit einer Vorstellungsrunde bekam man eine Übersicht, was wir hier an Kompetenzen hatten - Juso UB-Vorsitzende, stellvertretende Landesvorsitzende, Bezirksvorsitzende, einfache Juso Mitglieder, teilweise stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende und ASF und AfA-Mitglieder. Also eine große Bandbreite mit viel Input. Was allerdings aktuell schiefläuft, zeigte die erste Runde „Sauerei des Monats“. Was hat uns in letzter Zeit in unseren Gleiderungen aufgeregt? Dabei ging es von keinerlei Kommunikation, Nicht-Teilhabe und keine Unterstützung bis zu Sexismus. Besonders letzteres hat schockiert. Die SPD ist eine Partei, die sich gegen Sexismus und für Gleichheit einsetzt, aber anscheinend ist es noch nicht ganz überall angekommen, was wirklich Schade ist!

 

Danach ging es in klein Gruppen darum, wie wir uns die neue SPD vorstellen. Was ist für uns wichtig? Wie soll umgegangen werden in Stadt und Land? Wie können wir das Ehrenamt entlasten und das Hauptamt stärken. Dabei kamen schon gute Ergebnisse raus, die vor dem Mittagessen diskutiert wurden und danach noch mal konkretisiert wurden und zu Kapitlen eines Leitantrages zusammen getragen. Ich war im Bereich „Hauptamtliche in der SPD“, wo es um die Arbeitsbedingungen, Aufgaben und ähnliches ging. Schnell noch alles vorgestellt und kontrovers diskutiert, fertig war man.

Abends ging es für alle in die Aachener Innenstadt, ich hingegen feierte den Geburtstag meiner besten Freundin. Man teilte aber mit, dass es wohl ein ganz guter Abend war.

 

Sonntag morgen sah man erst die müden Gesichter. Der letzte Tag war angebrochen und die Ergebnisse, als drei Thesen, aus den einzelnen Workshops wurden vor Allen vorgestellt. Teilweise gab es große Nachfragen und Kritik, so dass die Thesen teilweise noch verändert wurden. Jedoch nicht bei denen des Erneuerungs-Workshops, was mich doch kurz irritierte. Gleichzeitig zeigte es mir aber auch, dass wir mit den Nagel getroffen hatten und alle uns zustimmten.

Nach der Verabschiedung wurden noch Nummern ausgetauscht, damit man im Kontakt bleiben kann und sich austauschen kann.

 

Für mich war das Verbandswochenende, übrigens das erste dieser Art für mich, eine große Bereicherung. Es war erst einmal komplett egal ob man einen Posten hatte oder nicht, alle waren gleich. Auch die Organisation war super. Wir konnten gut reden, teilweise uns auch streiten, aber alles war Ergebnisführend. Das was wir zusammen getragen haben, ist schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung, um Grundsteine für die Erneuerung der SPD zu legen.

 
 

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