Dem haben wir’s geschworen..

Veröffentlicht am 15.01.2021 in Allgemein

„Generalsturm auf Spartakus! „Nieder mit den Spartakisten!“ heult es durch die Gassen. „Packt sie, peitscht sie, stecht sie, schießt sie, spießt sie, trampelt sie nieder, reißt sie in Fetzen!“ Greuel[sic!] werden verübt, die jene belgischen Greuel[sic!] deutscher Truppen in den Schatten stellen.
„Spartakus niedergerungen!“ jubiliert es von Post bis Vorwärts.“

Von Marcel Gerunde

 

So begann der letzte Artikel den Karl Liebknecht schrieb, veröffentlicht am 15.1.1919. Jener Tag, der auf ewig ein Tiefpunkt der deutschen Geschichte, aber auch der Geschichte unserer Partei sein wird.
Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, waren und sind immer noch Vorbilder für viele Mitglieder des linken Spektrums, seien es Sozialist*innen, Sozialdemokrat*innen oder Kommunist*innen. Sie standen stets auf der Seite der Arbeiterschaft, kämpften für ihre Rechte und für den Frieden und gegen den Nationalismus. 
Als Folge des Spartakusaufstandes wurden die beiden von der Regierung unter MSPD-Führung gejagt, Freikorps suchten die Stadt nach ihnen ab, unterstützt durch das Militär unter Noske. Die Antibolschewistische Liga denunzierte und forderte ihren Tod in Postern und Handzetteln und selbst die Vorwärts, unsere Parteizeitung, agitierte gegen Luxemburg und Liebknecht. 
Eben jene Antibolschewistische Liga, finanziert durch Großindustrielle, war es die die Spitzel anheuerte, die den Aufenthaltsort von Karl und Rosa verrieten. Das Freikorps unter Waldemar Pabst führte, dank Billigung von Noske und der Regierung, den Mord an den beiden aus und schmiss ihre sterblichen Überreste wie Müll in den Landwehrkanal.
Die Mörder der beiden mussten nie die Verantwortung tragen. Zivilrechtliche Prozesse gab es nie und vor Militärgerichten wurden sie entweder freigesprochen oder die Verfahren wurden eingestellt, auf Anweisung von Noske. Trotz alledem konnten die Ideale, Überzeugungen und Ideen von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht nicht ausgelöscht werden durch diesen barbarischen Akt. 
Als Jungsozialist*innen und Sozialdemokrat*innen müssen wir uns der Mitschuld unserer längst verstorbenen Genoss*innen in der MSPD bewusst sein. Ihre Zusammenarbeit mit rechtsradikalen Freikorps, der Duldung der Unterstützung durch die Antibolschewistische Liga und ihr Einsatz des Militärs gegen die Bevölkerung widersprechen allen Grundsätzen der Sozialdemokratie und sollten von uns dementsprechend verurteilt werden! Lasst uns daher heute an Rosa und Karl gedenken und daran arbeiten, dass nie mehr eine solche Tat unter Mithilfe unserer Partei begangen wird.

 
 

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