Sozial is Muss?

Veröffentlicht am 14.09.2019 in Jusos
 

„Was bedeutet es eigentlich, Juso zu sein?“ Diese Frage wurde am vergangenen Samstag (07.09.) im Wittener Parteibüro diskutiert. Anlass dazu war nämlich unser Grundlagenseminar, das für reichlich Interesse sorgte, sodass wir in einem gut gefüllten Raum bei netter Atmosphäre debattieren konnten.

Von Daniel Achenbach

Durch den Tag leitete uns Shari aus dem Landesvorstand der Jusos NRW gekonnt und gab hier und da immer wieder ihre eigene Meinung zu den Themen ab; führte uns in die Themen ein, gab die Diskussionen frei und moderierte sie. Zum Beispiel gingen wir dem Wort „Feminismus“ auf den Grund. Was bedeutet Feminismus? Setzt sich Feminismus nur für das weibliche Geschlecht ein? Oder setzen sich FeministInnen auch für Männer ein? Wenn ja, ist der Begriff dann überhaupt noch zeitgemäß?

Schnell wurde klar, dass der Begriff des Feminismus nicht vom Begriff des Jusos zu trennen ist, wobei Feminismus für jedeN von uns eine andere Bedeutung hatte. Zwar kämpfen wir im Alltag alle für das gleiche - nämlich für Gerechtigkeit, aber während die eine Seite fand, der feministische Kampf meine eher den Kampf für die Gleichstellung der Frau, hielt die andere Seite dagegen, dass Feminismus sich erstmal für Gerechtigkeit einsetze und das Geschlecht dabei zweitrangig und der Begriff daher überholt sei. Auch, wenn jedeR von uns eine andere Definition von Feminismus haben mochte, einte uns das Ziel, Geschlechterrollen und Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern entgegenzuwirken zu wollen. Nach fast zwei Stunden Diskussion über Feminismus, Internationalismus und einer Pause wurde das nächste Thema bequatscht. Neben dem Feminismus ist der demokratische Sozialismus nach Karl Marx nämlich eine weitere wichtige Säule im Programm eines Jusos. Doch wo fängt Sozialismus an? Wo setzt er an? Ist er überhaupt erstrebenswert? Auch hier diskutierten wir länger - wenngleich auch nochmal in einer anderen Atmosphäre, denn unser Kreisvorsitzender Leon und unsere Beisitzerin und Vorsitzende in Witten, Lara, spendierten uns leckere Pizza. Während wir aßen, hörten wir uns das Interview von Kevin Kühnert und der „Zeit“ an, bei dem es eben auch um Sozialismus und dem Wohle der Allgemeinheit ging. Dabei wurde eine Sache wieder klar: der Kapitalismus widerspricht der Ziel des Wohl der Allgemeinheit. Die beiden Diskussionen unterschieden sich letztendlich darin, dass es beim Feminismus eher um das „Was?“ Und beim Sozialismus um das „Wie?“  ging.

Einen weiteren, nicht zu unberücksichtigten Punkt, stellte die aktuelle Frage um den Vorsitz der SPD dar. Shari profilierte die Teams kurz und fragte uns, wen wir bevorzugen würden. Das Thema beschäftigte uns tatsächlich länger als gedacht, was wohl den Stellenwert der Frage unterstreicht.

Letztlich kann man festhalten, dass jedeR BesucherIn den Nachmittag gut genutzt hat, wenn er/sie an dem Grundlagenseminar teilgenommen hatte. Das lag vor allem an guten Themen, einer breiten Diskussion und an leckeren Pizzen.

 

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