Seefest 2007 in Wetter

Veröffentlicht am 16.08.2007 in Veranstaltungen

Auch für die Polizei ist das Seefest jedes Jahr ein Großereignis. Die Uniformierten können zwar nicht mitfeiern, haben aber mit dem reibungslosen Ablauf des Festes alle Hände voll zu tun. „Wir stellen die Sicherheit sicher; bis zum bitteren Ende“, scherzt daher Polizist Nikas Koch. Dieses Mal allerdings ist das Ende keineswegs bitter: „Bis jetzt hatten wir noch keinen einzigen Zwischenfall“, freute sich der der 28-Jährige noch um halb elf Uhr. Und so konnte sich Nikas Koch auch einmal einen Cocktail gönnen – selbstverständlich alkoholfrei, man ist ja im Dienst.

Das Feuerwerk ist der Höhepunkt eines jeden Seefestes. Und so suchten sich auch alle Besucher pünktlich um 23 Uhr einen guten Platz, um die Feuereffekte über dem Harkortsee zu bestaunen. Den besten Ausblick hatten aber nur die Wagemutigen, die die Kletterwand des THW erklommen und so aus zehn Metern Höhe freie Sicht auf das Spektakel hatten. „Den ganzen Abend lang haben sich über 100 Leute getraut“, berichtet Dennis Hoff. Der THW-ler war für die Sicherung der Kletterer zuständig. Dabei war die rechte, leichtere Seite der Wand mit vielen großen Griffen versehen, sodass auch mäßig trainierte Zeitungsreporter eine Chance auf den „Gipfel“ hatten. Für die anspruchsvolleren Kletterer gab es aber auch die Möglichkeit, sich auf der linken, weit spärlicher mit Griffen versehenen Seite zu beweisen. „Wichtig ist, dass das Sicherungsseil, an dem der Beckengurt befestigt wird, immer unter Spannung ist“, erklärt Dennis Hoff. So ist auch bei einem eventuellen Abrutschen keine lange Fallstrecke zu befürchten. Und auch der Rückweg ist sehr bequem, sofern der Beckengurt nicht zu eng anliegt.

Das Seefest bedeutet für die meisten Wetteraner Spaß und Vergnügen. Für diejenigen Mitbürger, die einen Stand am Strandweg oder auf dem Parkplatz des Freibades hatten, ist das Wochenende allerdings auch mit viel Arbeit und blanken Nerven verbunden. Ein Erfahrungsbericht:
Ein dickes Nervenkostüm braucht vor allem der, der die Vorräte im Hinblick auf das im Vorfeld eher durchwachsene Wetter knapp kalkuliert hat. Wenn dann das herrliche Wetter mehr Besucher beschert als erwartet, freuen sich die einheimischen Kioskbesitzer. Denn soll der Cocktailstand weiterhin wie geschmiert laufen, muss Nachschub ran; koste es, was es wolle. Der Kunde ist eben auch noch um zehn abends Uhr König. Mit einer Hand voll Geldscheinen wird also der nächstliegende Kiosk gestürmt: „Ich brauche Wodka“ – „Wie viele Flaschen?“ – „Wie viele haben Sie denn?“ So oder so ähnlich werden dann die Kioske der Stadt abgegrast, immer misstrauisch bis bewundernd beäugt von den anderen, meist sehr jugendlichen Kunden, die sich nicht zwischen der Falsche Sekt und dem Eis entscheiden können. Hat man dann einen neuen Parkplatz gefunden – der alte in unmittelbarer Standnähe ist natürlich längst von einem anderen Auto blockiert – ist erst einmal alles wieder gut. Der Herzschlag normalisiert sich sowohl bei Verkäufer als auch bei den bereits durstigen Kunden. Aber auch nur, bis die mühsam zusammen geklaubten Flaschen verkauft sind; dann muss der nächste Kiosk abgeerntet werden.

 
 

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