Pressemitteilung: Jusos wollen konkreten Umweltschutz im Kreis fördern

Veröffentlicht am 21.08.2019 in Umwelt
 

Fledermäuse, Ruhr und Landschaftsschutz – zu verschiedenen Umweltschutzthemen haben die Jusos Ennepe-Ruhr nun Position bezogen und fordern dies auch von ihrer Mutterpartei ein. Die Jungsozialisten wollen damit konkrete Maßnahmen zum Umweltschutz im Ennepe-Ruhr-Kreis stärken.

„Das Thema Umwelt- und Klimaschutz behandeln wir schon seit einiger Zeit, haben dazu auch verschiedene Gespräche geführt, uns jetzt positioniert und wollen auch, dass die SPD unsere Forderungen unterstützt, um so effektiven Naturschutz voranzutreiben.“, informiert der Vorsitzende der Jusos Leon Reinecke. Bei ihren Maßnahmen schauen die Jusos auf ganz verschiedene Bereiche, einer davon ist die Ruhr in Hattingen. „Die geplante Ruhrrenaturierung lehnen wir ab. Ein intaktes Ökosystem wird auf viele Jahre hinweg zerstört, viele Fisch- und Vogelarten fühlen sich hier heimisch, ob dies nach dem Großumbau noch so ist, bleibt fraglich. Die höhere Fließgeschwindigkeit, die erreicht werden soll, befindet sich im Promillebereich.“ Auch den Schluchtwald in Gevelsberg Silschede, einem der letzten naturbelassenen Wälder im Kreis, wollen die Jusos vor einem zu starken Eingriff schützen. Die geplante Fahrradtrasse soll durch einen Käfig führen. So werden Rohdungen entlang der Strecke vermieden und die Radfahrer sind dennoch geschützt. Ein mögliches Gewerbegebiet in Linderhausen/Gangelshausen, also Schwelm und Sprockhövel, lehnen die Jusos ab. „In der Vergangenheit war dies ein Moorgebiet und es gibt die große Chance, dass es sich, über lange Zeit, erneut zu einem solchen entwickelt. Einen derart einzigartigen Platz in unserem Kreis müssen wir schützten.“, findet Reinecke.
Ein Thema, das wohl eher wenige auf dem Schirm haben, ist der Fledermausschutz. „Wir sind Heimat gleich mehrerer bedrohter Arten, wie dem Großen Mausohr oder der Bechsteinfledermaus. Diese suchen sich in den ehemaligen Bahntunneln gerne ihr Winterquartier.“, so Reinecke weiter. Die Idee der Jusos: Da die Säuger im Winter durch das künstliche Licht in den Tunneln gestört werden, sollen in besonders große Tunnel kleinere Tunnel für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden. In Gevelsberg wird bereits heute so gearbeitet. Der äußere Tunnel kann dann von den fliegenden Säugern bevölkert werden, während die Bürger keine Umwege in Kauf nehmen müssen. "Dies ist natürlich nicht überall möglich, da die Tunnel dafür wirklich groß und breit sein müssen. Wo die Tunnel-im-Tunnel Lösung nicht funktioniert, sollen künstliche Winterquartiere geschaffen werden", erläutert der Juso-Vorsitzende.
Ihre Ideen wollen die Jusos dem SPD-Parteitag in diesem Monat vorlegen. 

 

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