Pressemitteilung: Jusos Ennepe-Ruhr lehnen Sprockhöveler Gymnasium ab und fordern Gesamtschule für den Südkreis

Veröffentlicht am 10.05.2019 in Schule und Bildung

Mit Unverständnis haben die Jusos Ennepe-Ruhr auf die Diskussion über den Bau eines Gymnasiums in Sprockhövel reagiert. Nach Absprachen mit Schülerinnen und Schülern und dem Vorsitzenden des Kreisschulausschusses lehnen sie einen Neubau ab. Die Jusos sehen in den Plänen ein Prestigeprojekt, dass der Qualität der Schullandschaft im Kreis nachhaltig schaden würde.

Sprockhöveler Gymnasiasten seien bestens an die umliegenden Schulen in Hattingen und Gevelsberg, aber auch in Witten und Schwelm angebunden. Die Schulen würden überaus viele Kurse anbieten, sodass fast allen Wünschen der Schüler entsprochen werden könnte. "Durch den Bau eines Gymnasiums in Sprockhövel ist mit einem massiven Schwund an Schülern vor allem in Gevelsberg und Hattingen zu rechnen. Im schlimmsten Fall führt dies zu Schulschließungen – die aktuelle Vielzahl an Kursen könnte nicht aufrecht erhalten werden. Die Sprockhöveler Forderung nimmt es in Kauf, dass sich die Situation für die Schülerinnen und Schüler drastisch verschlechtert und Kurswünsche nicht mehr berücksichtigt werden können. Statt einer kreisweit abgestimmten Schulentwicklung gefährdet die Stadt Sprockhövel die Schullandschaft in gesamten Kreis.“, so der Vorsitzende der Kreisjusos Leon Reinecke.
Seine Stellvertreterin, Martha Sonström, erklärt den Vorschlag der Jusos: „Anstatt viele Millionen, welche eine Stärkungspaktkommune wohl nur schwerlich auftreiben kann, in den Bau eines Gymnasiums zu stecken, könnte etwa die Kreisgesamtschule in Sprockhövel erweitert werden. Das kann aber nur ein erster Aufschlag sein. Gesamtschulen werden immer beliebter und mittelfristig braucht der Südkreis dringend eine eigene Gesamtschule. Dieser Schulneubau ist für uns eine wichtige Forderung!“ Durch den Neubau versprechen sich die Jusos ein Auffangen der vielen abgelehnten Schüler mit dem Wunsch eine Gesamtschule zu besuchen. Immer wieder würden in Hattingen und Witten Schüler an den Gesamtschulen abgewiesen werden müssen, da kein Platz mehr bestünde. Eine weitere Gesamtschule, ob nun durch den Kreis oder eine der Südkreisstädte getragen, könnte derartige Probleme abfedern und biete auch Sprockhöveler Schülerinnen und Schülern eine weitere Option, gerade, da diese bislang nicht bevorzugt an der Gesamtschule in der eigenen Stadt angenommen würden.

 
 

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