Kommentar: Keine Rechtfertigung für 19 % Lohnlücke zwischen Mann und Frau

Veröffentlicht am 02.03.2021 in Allgemein

Wir schreiben das Jahr 2021, in unserer heutigen Gesellschaft sind Frauen und Männer nach dem Grundgesetz gleichberechtigt. Die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung soll laut Gesetzeswortlaut vom Staat gefördert werden und er soll darauf hinwirken, dass die bestehenden Nachteile beseitigt werden. 

Von Angela Westerkamp

 

Doch die Fakten beweisen, dass wir auch heute noch nicht an diesem Punkt stehen, wie er im Grundgesetz beschrieben steht. Frauen werden noch heute aufgrund ihres Geschlechtes diskriminiert. 

Der durchschnittliche Stundenlohn einer Frau liegt laut dem statistischem Bundesamt im Durchschnitt 19 % unter dem eines Mannes, das ist eine Differenz, für die es zwar Gründe, aber keine Rechtfertigung gibt. Gründe dafür sind, dass Frauen generell in schlechter bezahlten Jobs arbeiten und weniger Führungspositionen erreichen als ihre männlichen Kollegen. Auffällig ist, dass die „traditionelle Rollenverteilung“ noch sehr stark gelebt wird. Frauen sind nach der Geburt der Kinder mehr in Mini-Jobs oder in einer Teilzeitbeschäftigung tätig. Ich denke diese Rollenverteilung ergibt sich allein daraus, dass Frauen meist schon bei den Kinderwunsch weniger verdienen als die Männer, dann stellt sich die Frage wer bleibt zuhause oder reduziert Stunden? Natürlich das Elternteil, welches am Wenigsten verdient. Die Frau! Es ist Zeit, dass sich was ändert. Dass es eine Wahlmöglichkeit gibt, die nicht im Voraus durch das Geschlecht und den Beruf bestimmt wird. Es hat auch Auswirkungen auf die Frau im Alter. Es sind durch den Umstand viel mehr Frauen als Männer von dem Thema Altersarmut betroffen.

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen im Folgejahr weiterarbeiten müssen, um genauso viel zu verdienen wie ihre männlichen Kollegen im Vorjahr.

Wir fordern, dass Frauen und Männer endlich gleich bezahlt werden. 

Das Thema Gleichberechtigung geht uns alle etwas an! Jeder ist davon betroffen, egal von welchem Geschlecht, Alter, Beruf, Herkunft, Bildungsstand, … Wir alle können etwas tun, dem veralteten Denken in mancher Köpfe den Kampf anzusagen. Wir dürfen Ungerechtigkeiten, Vorurteile, Benachteiligungen und andere Probleme unserer Gesellschaft nicht so hinnehmen. 

Gleichberechtigung endlich auch auf der Lohnabrechnung!

Ich als Frau, 30 Jahre alt, kurz vor der Familienplanung oder vielleicht schon mittendrin möchte es nicht hinnehmen, dass bereits jetzt feststeht, dass mein Partner arbeitet und ich mich um Kind, Haushalt, etc. kümmere. Ich möchte die Wahl haben! Eine Wahl die jeder Frau im Jahr 2021 ermöglicht werden sollte!

 
 

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