Ein Schritt in Orbans Richtung - die Wahl von der Leyens

Veröffentlicht am 16.07.2019 in Europa
 

Mit einer hauchdünnen Mehrheit wurde Ursula von der Leyen zur Kommissionspräsidentin gewählt. Die falsche Wahl unserer Meinung nach. Weshalb wir von der Leyen weiterhin ablehnen, kommentiert unser Beisitzer Marcel Gerunde:

Ursula von der Leyen ist und bleibt für uns Jusos im Kreis die falsche Wahl. 
Ihre Wahl untergräbt die Idee der Stärkung des Europaparlaments und gießt Benzin in das Feuer der Populisten, die stets behaupten, dass der einfache Bürger von „denen da oben und in Brüssel“ ignoriert wird. 
Eine Komissionschefin von der Leyen ist für uns ein Schritt in die falsche Richtung, weg von mehr Bürgernähe, hin zu Orban und Freunden, die sich darüber freuen ihren Willen durchgesetzt zu haben und so weitere fünf Jahre keine Konsequenzen befürchten müssen für ihre antieuropäische und Menschenverachtende Politik zuhause in ihren Ländern.
Zusätzlich zu diesem „Hinterzimmergeschacher“ darf jedoch nicht vergessen werden, dass Dinge wie „erste Deutsche seit Jahrzehnten“, „sie ist Mutter von sieben Kindern“ oder „sie wurde in Brüssel geboren“ keine Qualifikationen für dieses Amt sind, auch wenn es Mitglieder der EVP, Renew Europe und Politker aus den Visegrad Staaten ad infinitum wiederholten. 
Man sollte das Kind beim Namen nennen: Mal wieder wird Europa missbraucht um eine Politikerin abzuschieben die durch Unbeliebtheit im eigenen Land und Skandale auffällt, anstatt durch gute Arbeit als Ministerin. 
Ihr Ersatz als Verteidigungsministerin soll Annegret Kramp-Karrenbauer werden, eine Politikerin die in den letzten Monaten vor allem durch homophobe und transphobe Büttenreden, Forderungen nach Flugzeugträgern, haarsträubenden Aussagen zur Umweltpolitik und einem schlechten Umgang mit berechtigter Kritik von sich reden machte. 
Sie steht für eine Wiedereinführung der Wehrpflicht für alle Bewohner der Republik, egal ob deutscher oder nicht, was selbst in ihrer eigenen Partei kritisch betrachtet wird, und einer Lockerung der Regelungen für Rüstungsexporte. Mit einer AKK als Verteidigungsministerin steht somit dem deutschen Flugzeugträger, bemannt von unwilligen jungen Männern und Frauen nichts mehr im Weg.
Natürlich bezahlt durch die Schaumweinsteuer, hat ja Tradition.

 

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