Bewusst gegen Verpackungsmüll entscheiden – Interview mit Greta Sonström zur Vermeidung von Plastikmüll

Veröffentlicht am 10.02.2020 in Allgemein
 

Fast 230kg Verpackungsmüll verursacht jede und jeder Deutsche jährlich – die erschreckende Tendenz: steigend! Eine junge Hattingerin, Greta Sonström, hat sich zum Ziel gesetzt etwas dagegen zu tun. Sie hat eine Petition gestartet und fordert: Weniger Verpackungsmüll durch Supermärkte!

Wir haben mit Greta über ihre Petition gesprochen, gefragt, wie sie auf Verpackungsmüll im Alltag verzichtet und wollten wissen, wie sie auf die Idee gekommen ist. 

 

Von Leon Reinecke

 

Hallo Greta, du hast eine Petition zur Vermeidung von Plastikmüll gestartet. Gute Sache! Wie bist du auf die Idee gekommen?

Greta: Ich wollte anfangen auf Verpackungen zu verzichten, dabei ist mir aufgefallen, wie schwer dies in den Alltag zu integrieren ist. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass es aktuell außerhalb von Großstädten selten Unverpacktläden gibt und das Angebot unverpackter Waren in Supermärkten sehr begrenzt ist. Wenn man etwas ländlicher lebt, ist es sehr schwer etwas an seinem Konsumverhalten zu ändern, da das Angebot fehlt.

 

Beschreib uns doch mal, was du genau mit deiner Petition forderst.

Greta: Ich möchte, dass Supermärkte dazu verpflichtet werden, 10-15% ihrer Waren unverpackt anzubieten. Das würde gewährleisten, dass der Verbraucher im Alltag mit umweltfreundlichen Alternativen zur herkömmlichen Verpackungsweise in Berührung kommt, und die Möglichkeit hat, sich bewusst gegen Plastikverpackungen zu entscheiden, ohne dadurch spürbaren Mehraufwand auf sich nehmen zu müssen.

 

Das finden wir gut und unterstützen wir gerne! Wie sieht es denn mit der Unterstützung für deine Petition bislang aus und wie geht es mit der weiter? Wer soll die Petition besprechen?

Greta: Ich habe meinen Gesetzentwurf an den Petitionsausschuss vom Bundestag gerichtet und hoffe, dass er von den Abgeordneten behandelt wird. Aktuell befindet sich die Petition noch in der Mitzeichnungsfrist und mich haben bis jetzt besonders Freunde und Familie mit ihrer Unterschrift unterstützt.

 

War es deine erste Petition oder bist du schon geübt darin? Was muss man beachten, wenn man eine Petition starten will?

Greta: Ja, das war meine erste Petition. Wenn man eine Petition starten möchte, sollte man sich als erstes fragen, ob sie realistisch umsetzbar ist. Des Weiteren ist es hilfreich das Gespräch mit anderen zu suchen und sich mit Kritikpunkten auseinanderzusetzen. So kann man seine Idee konkreter gestalten und ausfeilen.

 

Nochmal zu dir: Wie versuchst du denn in deinem Alltag Plastikmüll zu vermeiden?

Greta: Wenn ich einkaufen gehe, nehme ich immer einen Beutel mit, um mir keine extra Tüte kaufen zu müssen. Im Supermarkt achte ich dann besonders bei Obst darauf, die unverpackte Alternative zu nehmen. Und wenn ich weiß, dass ich tagsüber länger unterwegs bin nehme ich mir etwas zu essen mit, um nichts Abgepacktes kaufen zu müssen. Außerdem kann man, wenn man Kaffeetrinker ist, immer einen Thermosbecher mitnehmen, um Müll einzusparen.

Trotzdem gibt es noch viele Produkte, bei denen es schwer ist, eine verpackungsfreie Alternative zu finden.

 

Das ist ja trotzdem schon einiges und für uns alle umsetzbar!

Eine letzte Frage noch: Glaubst du, dass die Supermärkte alleine umsteuern müssen oder muss man vielleicht bereits bei den Produzenten ansetzen?

Greta: Es ist sinnvoll beide Parteien mit einzubeziehen. Natürlich bedingt das eine das andere, da durch den Gesetzentwurf eine Nachfrage nach unverpackten Lebensmitteln auf Seite der Supermärkte aufkommen wird. Das ist eine Motivation für die Produzenten unverpackte Lebensmittel anzubieten. Ich denke deshalb nicht, dass man gesetzlich bei den Produzenten ansetzen muss.

 

Danke für deine Antworten, Greta! Wir stehen an deiner Seite und unterstützen dich und deine Petition gerne wo immer es geht und wünschen dir viel Erfolg!

Greta: Das freut mich sehr! Vielen Dank für das Interview!

 

Gemeinsam mit Greta wollen wir auf das Thema Verpackungsmüll in den nächsten Wochen weiter hinweisen. Wir finden ihr Engagement und die Idee für die Petition sehr unterstützenswert und hoffen, dass unsere Bundestagsabgeordneten René Röspel und Ralf Kapschack sie dabei unterstützen.   

 

Die Petition von Greta findet ihr hier! Unterzeichnet sie und macht euch mit Greta und uns für weniger Verpackungsmüll durch Lebensmittel stark. Wir zählen auf Euch!

 

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