20 Jahre Quote

Veröffentlicht am 07.09.2008 in Frauenpolitik

Eindrücke von der Festveranstaltung "20 Jahre Quote"

Die Verwirklichung der Gleichstellung war und bleibt eine Sache der gesamten Partei, nicht nur der Frauen. Auf dem Parteitag in Münster 1988 ist hart um sie gekämpft worden. Den wegweisenden Beschluss zur Einführung der Quote wurde zusammen gefeiert und diskutiert, welche Auswirkungen dieser Beschluss bis heute hat. Am Sonntag, den 31. August, gaben Jusos und die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen eine Festveranstaltung zu "20 Jahre Quote" - die Eindrücke findet Ihr hier.

Trotz herrlichem Spätsommerwetter trafen sich über 250 männliche und weibliche Quotenfans im ehrwürdigen Rathausfestsaal in Münster. Zunächst diskutierte Franziska Drohsel mit der stv. ASF-Bundesvorsitzenden Marianne Wallach die Errungenschaften der Quote. Dass der historische Beschluss Auswirkungen auf die gesamte SPD-Parteikultur hat, steht für Franziska Drohsel fest: „Ohne die Quote sähe die Partei heute komplett anders aus.“ Viele Entscheidungen seien gerade auch durch die Frauen ins Parteileben getragen worden. Aber es reiche noch nicht. Deshalb kämpfen die Jusos weiter gegen männlich dominierte Strukturen, oft auch zusammen mit der ASF.
Im Anschluss nahmen auf dem Podium Hans-Jochen Vogel, Inge-Wettig-Danielmeier, Hannelore Kraft und Katie Baldschun Platz. Katie machte klar, dass für sie in Punkto Gleichstellung längst kein Generationenkonflikt besteht, wie so oft in den Medien unterstellt wird. Ganz im Gegenteil: Die junge Generation profitiere von den Kämpfen der Vorgängergeneration, ruhe sich aber nicht aus, sondern kämpfe weiter, gemeinsam mit den Männern.
Die Quote ist als Instrument ersonnen, Gleichstellung der Geschlechter zu verwirklichen – ein Ziel, das quasi seit der Gründung der SPD fortwährend auf ihrer Agenda steht. Keineswegs soll die Quote selbst das Ziel sein. Doch dies wird an diesem Festtag in Münster deutlich: Auf die Quote verzichten kann die SPD vorerst noch nicht. Auch wenn sich der Frauenanteil in den Gremien der Partei und in den Räten und Parlamenten deutlich verbessert hat, sind immer noch nur knapp 31 Prozent der SPD-Parteimitglieder weiblich.

 
 

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