Kurt Beck zeichnete Ehrenamtliche aus

Allgemein


„Man soll sich nicht fragen, was man selbst davon hat, sondern überlegen, ob es auch den Mitmenschen gut tut.“ So beschreibt der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck die Arbeit von ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Einige dieser Ehrenamtlichen ehrten er und Wittens Landtagsabgeordneter Thomas Stotko nun in den Räumen der Universität Witten/ Herdecke für ihre selbstlose Arbeit.

Gerhard und Elisabeth Steveling nehmen seit über 20 Jahren Waisenkinder aus Russland und Polen in ihrem Zuhause auf, um ihnen eine Chance für ein gutes Leben geben zu können. „2001 haben wir einen 14-jährigen Afghanen aufgenommen. Er brachte keine Schulbildung aus seiner Heimat mit. Heute hat er einen Schulabschluss und ist ausgebildeter Tischler“, erzählt Gerhard Steveling, Vorsitzender der Handwerkskammer.

Gerhard und Elisabeth Steveling bekommen für ihre Arbeit diese Woche das Bundesverdienstkreuz verliehen. „Das ist mir schon fast peinlich. Eigentlich ist es nichts besonderes, was wir getan haben“, sagt er bescheiden. Diese Einstellung haben alle, die an diesem Abend von Thomas Stotko geehrt werden. „Das ist schon fast typisch für Ehrenamtliche“, scherzt der Landtagsabgeordnete.

In der Rede von Kurt Beck geht es zum Großteil auch um die Arbeit derer, die keine besondere Anerkennung dafür erwarten. Genau das bemängelt Beck: „Wir müssten in einer Anerkennungskultur leben, wo solche Arbeit auch gewürdigt wird.“ Die Ehrung, die im Rahmen einer Gala mit dem Jazztrio „Indigo“ stattfand, nutzten die SPD-Abgeordneten natürlich auch für ihren Wahlkampf für die Landtagswahl am 9. Mai.

„Eine unserer Grundorientierungen ist, dass jeder der Hilfe braucht, egal wie alt oder gebrechlich er ist, diese auch bekommt“, erklärt Kurt Beck den Zuhörern, die zum großen Teil aus SPD-Anhängern bestanden. Doch auch wenn die 30-minütige Rede zwischenzeitlich auf die Ziele der Partei abzielte, fand Beck immer den Schwenk zurück zu den Ehrenamtlichen.

Der erste, der geehrt wurde, war Kurt Tarrach. Der seit 21 Jahren aktive Mitarbeiter im evangelischen Kirchenkreis Hattingen, der zuständig für die Männerarbeit ist, reagiert überrascht: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich zuerst dran komme.“ Als nächstes werden Vertreter der freiwilligen Feuerwehr und die Jusos geehrt. „Nicht, dass sie denken, wir ehren nur unsere Parteileute. Aber diese jungen Menschen setzen sich gegen die rechte Bewegung ein, was erwähnt werden sollte“, erklärt Thomas Stotko.

Der sehbehinderte Rudi Leopold, der seit 32 Jahren den Vorsitz im Blinden und Sehbehindertenverein inne hat, bekam bereits 1996 das Bundesverdienstkreuz für seine Arbeit. Wilma Smart und Marianne Rachenbäumer, beide bei der AWO in unterschiedlichen Stadtteilen aktiv, sind gerührt: „Wir wollen hier gar nicht stehen. Das ist doch nichts Besonderes.“

Die letzte Ehrung ging an Claudia Krischker, die gute Seele des TuS Bommern, die neben ihrem Beruf als Fitnesstrainerin Workshops und Fitnessreisen organisiert. „All diese Menschen haben etwas Anerkennung verdient und ich hoffe wir haben das heute Abend geschafft“, sagt Thomas Stotko zum Abschluss.

Quelle: WAZ Witten

 
 

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